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Komponenten für
das Kniegelenk

Keramische Kniekomponenten
aus BIOLOX®delta

Die Anzahl der Implantation von künstlichen Kniegelenken steigt jährlich. Nach Schätzungen von Experten werden weltweit ca. 500 000 Knieendoprothesen pro Jahr eingesetzt. Nach dem künstlichen Hüftgelenk ist die Kniegelenksprothese der zweithäufigste Gelenkersatz. Die Lebenserwartung in der Bevölkerung ist heute deutlich höher und die Forderungen an Beweglichkeit und Lebensqualität nach einer Knieoperation sind gestiegen. Auch immer mehr aktive und jüngere Patienten werden mit Kniegelenksprothesen versorgt. Längere Standzeiten für Knieendoprothesen sind erforderlich. Deshalb kommt der Werkstoffrage, dem biologischen Verhalten und speziell der Abriebeigenschaften der verwendeten Werkstoffe, maßgebliche Bedeutung zu.

Nummer-eins-Problem: Abrieb

Als Material für Kniegelenksprothesen werden am häufigsten eine Kobalt-Chrom-Legierung oder Titanlegierung eingesetzt. Als "künstlicher Knorpel" wird ein Kunststoffimplantat aus Polyethylen verwendet. Klinische Erfahrungen und Langzeitergebnisse zeigen, daß die Einsatzdauer von Prothesen durch die aseptische Lockerung begrenzt ist. Eine Hauptursache ist der Verschleiß der Kunststoffkomponenten aus Polyethylen. Der erhöhte Polyethylenabrieb kann durch Ausbildung granulomatöser, aggressiver Fremdkörperreaktionen und Zerstörung des Knochenlagers zur Prothesenlockerung führen, wie in einer Vielzahl von Untersuchungen aufgezeigt wurde. In der Literatur werden auch immunologisch-allergologische Reaktionen auf Legierungsbestandteile von Metall-Implantaten (Kobalt, Chrom, Nickel) als Ursachen für aseptische Lockerung und postoperative Komplikationen wie Wundheilungsstörungen und Hautreaktionen diskutiert.

Neue Keramik bringt Fortschritt in die Knieendoprothetik

In Zusammenarbeit mit internationalen Endoprothesenherstellern hat sich die CeramTec AG zum Ziel gesetzt, die Lebensdauer von künstlichen Kniegelenken durch Reduzierung der Abriebmenge und Minimierung des Allergierisikos deutlich zu erhöhen. Die BIOLOX®delta-Keramik bietet hierfür dank ihrer mechanischen Eigenschaften, des unkritischen Abriebverhaltens und der exzellenten Biokompatibilität eine optimale Lösung. BIOLOX®delta-Keramik kann keine allergischen Reaktionen auslösen.

Markteinführung der Keramikkomponenten für den Kniegelenkersatz

Keramische Komponenten für den Kniegelenkersatz stehen kurz vor der Markteinführung. Der erste klinische Einsatz keramischer Kniekomponenten erfolgt Ende 2005.