Keramik/Keramik-Gleitpaarung

Die Stärken von BIOLOX®

Die klinisch bewährten keramischen Komponenten der BIOLOX®-Produktfamilie bieten zahlreiche Vorteile. Die wichtigsten sind:

  • Geringste Partikelemission und niedrigstes osteolytisches Potenzial unter allen Gleitpaarungswerkstoffen
  • Geringste biologische Aktivität der Abriebpartikel, bedingt durch ihre chemische Zusammensetzung, Form und Größe
  • Uneingeschränkte Verträglichkeit bei Patienten mit Metallionen-Hypersensitivität.

Besonders geeignet für aktive Patienten

Die keramische Gleitpaarung ist vorteilhaft für aktive Patienten, bei denen die höhere körperliche Aktivität zu einer stärkeren Materialbeanspruchung führt und die bei einer Versorgung mit einer Polyethylen-Gleitpaarung der erhöhten Gefährdung eines frühzeitigen Implantatversagens auf Grund von Osteolyse unterliegen. BIOLOX® Keramik löst keine Allergien aus. In der Fachliteratur wird im Vergleich zu Metall- und Polyethylen-Gleitpaarungen die Verwendung von Keramik-Gleitpaarungen für künstliche Hüftgelenke wegen des minimalen Abriebs und der ausgezeichneten Körperverträglichkeit empfohlen.

Lineare Abriebraten in vivo


Lineare Abriebraten unterschiedlicher Gleitpaarungen: Unterschiedliche XPE-Varianten zeigen in den Metall/XPE-Studien stark abweichende Resultate.
 
Quellen
Greenwald AS, Garino JP. Alternative bearing surfaces: the good, the bad, and the ugly. J Bone Joint Surg 83-A, Suppl 2 Pt 2: 68-72, 2001;
Hendrich C,Wollmerstedt N, Ince A, Mahlmeister F, Göbel S, Nöth U. Highly Crosslinked Ultra Molecular Weight Polyethylene- (UHMWPE-) Acetabular Liners in combination with 28 mm BIOLOX® heads, in: Benazzo F, Falez F, Dietrich M (eds). Bioceramics and Alternative Bearings in Joint Arthroplasty, 11th BIOLOX® Symposium Proceedings. Steinkopff Verlag Darmstadt: p.182, 2006;
Martell JM, Verner JJ, Invaco SJ. Clinical performance of a highly cross linked polyethylene at two years in total hip arthroplasty: A randomized prospective trial. J Arthroplasty 18 (7 suppl. 1):55-59, 2003;
Zichner LP, Willert HG. Comparison of Alumina Polyethylene and Metal Polyethylene in Clinical Trials. Clin Orthop Rel Res 282:86-94, 1992;
Zichner LP, Lindenfeld T. In-vivo-Verschleiß der Gleitpaarungen Keramik-Polyetyhlen gegen Metall-Polyethylen. Orthopäde 26:129-134, 1997;
Bragdon CR, Barrett S, Martell J, Greene ME, Malchau H, Harris WH. Steady-State Penetration Rates of Electron Beam–Irradiated, Highly Cross-Linked Polyethylene at an Average 45-Month Follow-Up. J Arthroplasty 21/7: 935-943, 2006; Manning, DW, Chiang PP, Martell J, Galante JO, Harris WH. In Vivo Comparative Wear Study of Traditional and Highly Cross-linked Polyethylene in Total Hip Arthroplasty. J Arthroplasty 20/7: 880-886, 2005

Mehr Bewegungsumfang, hohe Gelenkstabilität bei geringem Abrieb

Die Abriebrate ist unabhängig vom Kugelkopfdurchmesser, d.h. große Keramik-Kugelköpfe haben keinen Einfluss auf das Abriebverhalten. Dagegen zeigen Polyethylen-Gleitpaarungen den wesentlichen Nachteil erhöhten Polyethylenabriebs.

Unkritische Abriebpartikel mit geringer biologischer Aktivität

Bei der Auswahl der für aktive Patienten am besten geeigneten Gleitpaarung ist es notwendig, das osteolytische Potential der jeweiligen Gleitpaarung zu berücksichtigen. Die Keramik-Gleitpaarung generiert im Vergleich mit anderen Gleitpaarungen Abriebpartikel mit der geringsten biologischen Aktivität.

Geringeres osteolytisches Potential im Vergleich zu hochvernetztem Polyethylen

Wie Untersuchungen zeigen, weist die Keramik-Gleitpaarung im Vergleich mit hochvernetztem Polyethylen ein um den Faktor 50 reduziertes osteolytisches Potential auf. Das wird auf die geringe biologische Aktivität der Abriebpartikel und das geringe Abriebvolumen zurückgeführt.

Kein Dreikörperverschleiß durch Fremdpartikel

Mit der Keramik-Gleitpaarung wird das in Verbindung mit Polyethylen-Gleitpaarungen stehende Problem des sogenannten Dreikörperverschleißes, verursacht durch die zwischen die Gleitflächen geratenen harten Fremdpartikel (z.B. Knochenzement- oder Knochenteilchen), eliminiert. Auch hochvernetzte Polyethylene können dieses Problem des Dreikörperverschleisses nicht hinreichend lösen.

Mehr Informationen dazu finden Sie in der deutschsprachigen Broschüre zur BIOLOX®-Keramik für die Hüftendoprothetik (PDF, 450 KB) mit wissenschaftlichen Information über Gleitpaarungen.