Von der Folie zur hochintegrierten Baugruppe
Die ungesinterte, flexible Keramik wird auf Trägerfolien an die Kunden
ausgeliefert. Mit entsprechendem kundenseitigen Fertigungs-Know-how
wird die LTCC-Folie dann weiterverarbeitet, z. B. durch das
Aufbringen metallischer Leiterbahnen im Siebdruckverfahren. Für
komplexe Verdrahtungen und die Integration passiver Bauteile
lassen sich je nach Kundenwunsch mehrere Lagen der Keramik
übereinander legen: Statt einzelner Folien gelangt die Keramik
dann als "Sandwich" in den Sinterofen. Da LTCC bei nur 900 °C
gesintert werden kann, lassen sich die Folien kostengünstig
in herkömmlichen Pastenöfen sintern.
Im Sinterofen schließlich zeigt sich eine weitere innovative Eigenart dieser Keramik: Die LTCC-Folien sind nahezu formstabil und schrumpfungsfrei. Dies macht insbesondere das Sintern dreidimensionaler LTCC-Sandwiches mit komplexen Verdrahtungen und präzisen Kontaktstellen zwischen den einzelnen Lagen überhaupt erst möglich.

