Luft-Ultraschall-Abstandssensoren

Eine piezokeramische Scheibe sendet einen kurzen Ultraschallimpuls in Richtung des Gegenstandes aus, dessen Entfernung gemessen werden soll. Die Schallwelle wird von diesem Gegenstand reflektiert und vom gleichen Piezokeramikteil wieder empfangen. Die Piezokeramik arbeitet hier als Sender und Empfänger (Zeit-Multiplex-Betrieb). Meist ist die Piezokeramik auf der abstrahlenden Seite mit einer Anpassungsschicht versehen, um die akustische Impedanz des Wandlers an die der Luft anzupassen. Die verwendete Frequenz des Wandlers (Resonanzbetrieb) hängt dabei von der gewünschten Reichweite und der Auflösung ab. Je höher die Frequenz, desto höher die Auflösung und desto geringer die Reichweite und umgekehrt. Ist die sich aus der Frequenz ergebende Wellenlänge groß im Verhältnis zur Wandlergröße, ergibt sich eine kugelförmige Abstrahlung der Wellenfront. Ist die Wellenlänge kleiner als der Wandler, strahlt dieser gerichtet ab. In fast allen Fällen ist eine gerichtete Abstrahlung gewünscht. Die Entfernungen, die mit solchen Systemen vernünftig gemessen werden können, liegen zwischen 0,25 m und 10 m. Diese Anwendung lässt sich in der Industrieautomation auf vielfältige Weise nutzen; wie z.B. zur Entfernungsmessung, als Limitwertgeber oder als Zähler (jedes Mal, wenn ein Objekt den Messbereich durchfährt, wird es registriert).

Bauformen: Runde Scheiben

Werkstoff: SONOX® P5, SONOX® P508